Leitfaden
Praxissoftware Psychotherapie Österreich: So wählst du richtig
Die Auswahl der richtigen Praxissoftware für Psychotherapie ist eine der wichtigsten Entscheidungen für deine psychotherapeutische Praxis. Ob du gerade eine eigene Praxis gründest oder von einer älteren Lösung zu einer modernen Psychotherapie-Software wechseln möchtest, die richtige Praxissoftware für Psychotherapeuten kann deinen Praxisalltag grundlegend verbessern. Doch bei der Vielzahl an Anbietern stellt sich die Frage: Welche Software für Psychotherapie passt zu deinen individuellen Anforderungen?
In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir dir, wie du die beste Praxissoftware für Psychotherapie in Österreich findest, DSGVO-konform, spezialisiert und wirklich auf die Bedürfnisse österreichischer Psychotherapeut:innen zugeschnitten. Du erfährst, welche Funktionen eine moderne Psychotherapie Praxissoftware haben sollte, wie du Sicherheit und Datenschutz bewertest, welche Kosten realistisch sind und worauf du bei Support und Vertragslaufzeiten achten solltest. Ob allgemeine Abrechnungssoftware, Praxisverwaltungssoftware für Psychotherapie oder All-in-One-Lösung, nach diesem Artikel weißt du, welches System zu deiner Praxis passt.

Fragen & Antworten
Cloud oder lokal - welche Praxissoftware ist für Psychotherapeuten sicherer?
Was kostet Praxissoftware für Psychotherapeuten in Österreich?
Ist Praxissoftware für Psychotherapie DSGVO-konform?
Welche Praxissoftware für Psychotherapie funktioniert auf Mac und iPhone?
Gibt es Praxissoftware speziell für Psychotherapeuten in Ausbildung unter Supervision?
Das erwartet dich in diesem Artikel
Warum Praxissoftware für Psychotherapie? Zeitersparnis & DSGVO-Konformität
Eine professionelle Psychotherapie Praxissoftware übernimmt zahlreiche administrative Aufgaben, die deinen Praxisalltag sonst stark belasten würden: Sie verwaltet Klient:innendaten strukturiert und sicher, unterstützt dich bei der Terminplanung, der Antragstellung für Kostenzuschüsse und automatisiert die Abrechnung mit Krankenkassen und Klient:innen. Durch die Automatisierung von Verwaltungsprozessen, von der Terminplanung über die Dokumentation bis zur Rechnungserstellung, entsteht ein spürbarer Zeitgewinn. Psychotherapeut:innen berichten von einer Zeiteinsparung, die sich täglich positiv auf ihren Praxisalltag auswirkt. Diese freiwerdende Zeit kannst du dort investieren, wo es wirklich zählt: in die Arbeit mit deinen Klient:innen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil moderner Software für Psychotherapeuten liegt in der Fehlerreduktion und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben: Moderne Praxissoftware-Systeme automatisieren nicht nur die Erstellung von Rechnungen, sondern unterstützen auch bei der steuerkonformen Buchhaltung, der Dokumentation nach dem Psychotherapiegesetz und der Erstellung von Anträgen für die Krankenkassen. Für Psychotherapeut:innen gilt zudem: Eine digitale Klient:innenakte mit strukturierter Dokumentation erfüllt nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern schafft auch eine zentrale, durchsuchbare Übersicht aller Therapiedaten, ein klarer Vorteil im Vergleich zur traditionellen Aktenverwaltung. Die Digitalisierung ist also keine Komplizierung, sondern eine bewährte Strategie, deinen Praxisalltag moderner, sicherer und deutlich entlasteter zu gestalten.
Cloud vs. lokal: Welche Praxissoftware passt zu deinem Betriebssystem?

Das Betriebssystem ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bei der Auswahl einer Praxissoftware für Psychotherapeut:innen. Während die meisten modernen Praxissoftware-Anbieter ihre Systeme sowohl für Apple (macOS/iOS) als auch für Windows entwickeln, gibt es Unterschiede in der Implementierung. Viele Cloud-basierte Lösungen erfordern keinen Download und laufen direkt im Browser, unabhängig vom Betriebssystem. Allerdings bieten einige Anbieter noch immer Desktop-Anwendungen an, die eine Installation auf dem Computer erfordern. Hier ist Vorsicht geboten, besonders für Apple- und Linux-Nutzer:innen, da viele dieser Programme ausschließlich für Windows entwickelt wurden. Ein großer Vorteil moderner Praxissoftware-Systeme sind externe Server-Lösungen (Cloud-Systeme), die Zugang auch vom Smartphone oder Tablet aus ermöglichen, ohne Installation und plattformunabhängig.
Tipp: für deine Entscheidung: Wähle wenn möglich eine Praxissoftware, die unabhängig vom Betriebssystem funktioniert. Dies gibt dir maximale Flexibilität bei der Gerätewahl und schützt dich vor unnötigen Einschränkungen, falls sich deine technische Ausstattung in Zukunft verändern sollte. Eine browserbasierte oder Cloud-Lösung ist daher die zukunftssicherste Option für deine Praxis.
Funktionen: Psychotherapie-Software vs. allgemeine Arztpraxis-Lösungen

In Österreich existiert ein breites Angebot an allgemeinen Praxissoftware-Systemen für Ärzte, Physiotherapeut:innen und andere Gesundheitsberufe. Die richtige Software für Psychotherapeuten unterscheidet sich durch ihren Funktionsumfang erheblich von allgemeinen Arztpraxis-Systemen. Während allgemeine Praxissoftware oft Funktionen wie ELGA-Integration oder Body-Charts enthält, bietet spezialisierte Psychotherapie-Software genau die Werkzeuge, die du wirklich brauchst.
Funktionen, die Praxissoftware Anbieter unter anderem anbieten.
Rechnungserstellung und Buchhaltung
Automatische Rechnungserstellung
Individuell gestaltbare Rechnungen
Sammelabrechnung mehrerer Sitzungen
Registrierkasse für Bar- und Kartenzahlung
Passwortgeschützte Rechnungen versenden
Rechnungsdruck
Steuerberater-Export geschwärzt ohne Personendaten
Ausgabenerfassung und Belege hochladen
Ein- und Ausgaben Dashboard für sofortigen Finanzüberblick
Automatische Storno-Rechnungen bei Korrekturen
Benachrichtigung bei überschrittenen Zahlungszielen
Klient:innenverwaltung
Detaillierte Klient:innen-Information
ICD-10 Integration mit Suchfunktion für Diagnosen
Alle österreichischen Krankenkassen hinterlegt
Anträge auf Kostenzuschuss erstellen
Datei-Upload für Befunde, Fragebögen etc.
(Notfall-) Kontakte
Unternehmen und Organisationen hinterlegen
Intelligente Suchfunktion
Individuelle Tarife pro Klient:in verwalten (Sozialtarif etc.)
Terminplanung
Automatische E-Mail-Benachrichtigung mit Meeting-Link
Familientherapie, Gruppentherapie, Paartherapie
Supervision und andere Gruppen ebenfalls unterstützt
Unbegrenzte Gruppengröße erstellen und verwalten
Google, Outlook, Apple Kalender anbinden
Farbkodierung für verschiedene Terminarten
Dokumentation
Texte bearbeiten, nummerieren, farblich markieren
Therapiematerial direkt in die Dokumentation laden
Sprach-zu-Text-Funktion
Cloud-Verfügbarkeit auf Handy, Tablet, Laptop und PC
Offizielle und persönliche Dokumentation trennen
Exportfunktion für Dokumentation, für Supervision etc.
Videositzungen
Einzel- und Gruppensitzungen
Bildschirmübertragung
Meeting-Link mit einem Klick im Kalender erstellen
Integrierter Chat für Fragen während der Sitzung
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Daten
Geräteübergreifend auf allen Geräten verfügbar
Aufzeichnungsfunktion
Tipp: Achte darauf, dass die Software explizit für Psychotherapeut:innen entwickelt wurde und nicht eine allgemeine Lösung, die auch Ärzte oder Physiotherapeut:innen nutzen. Der Grund ist einfach: Spezialisierte Systeme bieten die Funktionen, die du wirklich brauchst, während allgemeine Systeme dich mit unnötigen Features überlasten und kritische Funktionen vermissen lassen. Eine spezialisierte Lösung ist häufig nicht nur benutzerfreundlicher, sondern spart dir auch Geld, da du nur für das zahlst, was du tatsächlich brauchst..
Datenschutz & DSGVO-konforme Datenspeicherung für Psychotherapeut:innen

Noch immer bieten einige Praxissoftware-Anbieter lokale Desktop-Lösungen an, bei denen Daten direkt auf dem Computer gespeichert werden. Dieser Ansatz mag auf den ersten Blick sicherer wirken, ist es aber nicht unbedingt. Lokal gespeicherte Daten sind nicht minder anfällig für Hackerangriffe und Malware als Cloud-Systeme; hinzu kommt das Risiko von Datenverlust durch Hardware-Defekte, Diebstahl, Brand oder Wasserschäden. Ein weiteres Problem: Du selbst bist verantwortlich für regelmäßige Sicherheitsupdates und die Wartung deines Systems, ein zeitintensiver Prozess, bei dem Fehler schwerwiegende Konsequenzen haben können. Aus diesen Gründen greifen heute die meisten Psychotherapeut:innen auf Cloud-basierte Lösungen zurück, die von technischen Fachleuten verwaltet werden.
Eine Cloud-basierte Praxissoftware lagert deine sensiblen Daten auf externen, professionell verwalteten Servern aus, statt sie lokal zu speichern. Der Vorteil ist groß: Updates, Wartungen und automatische Datensicherungen werden vom Softwareanbieter übernommen, ohne dass du dich damit beschäftigen musst. Du kannst flexibel von verschiedenen Geräten und Standorten auf deine Praxisdaten zugreifen. Doch nicht alle Cloud-Lösungen sind gleich sicher. Eine zentrale Anforderung ist die sogenannte Verschlüsselung: Die Daten müssen bereits auf deinem Computer verschlüsselt sein, bevor sie das Praxissystem verlassen. Sie werden verschlüsselt zum Rechenzentrum übertragen und dort weiter verschlüsselt gespeichert. Nur du, mit deinem persönlichen Passwort oder Zugriffsschlüssel, kannst die Daten entschlüsseln.
Psychotherapeut:innen unterliegen gemäß § 15 Psychotherapiegesetz (PthG) einer strikten Verschwiegenheitspflicht für alle Informationen, die im Rahmen der therapeutischen Tätigkeit anvertraut werden. Hinzu kommt: Alle Dokumentationen müssen bis zu 10 Jahre lang sicher gespeichert werden, was eine sichere Archivierung und Verschlüsselung über diesen langen Zeitraum zwingend erforderlich macht. Mit einer ordnungsgemäß verschlüsselten Cloud-Lösung mit europäischen Servern erfüllst du diese gesetzliche Anforderung optimal. Eine DSGVO-konforme Praxissoftware schützt nicht nur deine Klient:innen, sondern auch dich vor rechtlichen Konsequenzen.
Tipp: Gerade ohne technischen Hintergrund ist eine DSGVO-konforme Cloud-Lösung eine gute Wahl. Sie sind meistens nicht nur sicherer als lokale Systeme, sondern sparen dir auch Zeit bei IT-Wartung und Sicherheitsmanagement. Der Schlüssel liegt darin, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu wählen, dessen Server in der EU stehen und dessen Sicherheit durch Zertifizierungen nachgewiesen ist.
Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit

Praxissoftware für Psychotherapeut:innen in Österreich unterscheidet sich stark in Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit. Das Spektrum reicht von in die Jahre gekommenen Systemen, mit Interfaces, die eher an Windows-95-Zeiten erinnern, bis hin zu moderner Software, die selbsterklärend und intuitiv funktioniert. Gute Praxissoftware berücksichtigt die täglichen Arbeitsabläufe von Therapeut:innen. Doch der optische Eindruck ist oft trügerisch: Was auf den ersten Blick ansprechend wirkt, kann sich bei täglicher Nutzung als umständlich herausstellen. Deshalb lohnt es sich, die Website des Anbieters aufzusuchen und die Benutzeroberfläche selbst zu erkunden - meist wird eine kostenlose Demoversion oder ein Testaccount angeboten.
Mit einer Praxissoftware wirst du künftig fast täglich zu tun haben. Das bedeutet: Ein paar eingesparte Klicks pro Termin, Dokumentation oder Abrechnung summieren sich über die Wochen, Monate und Jahre zu erheblicher Zeitersparnis auf. Noch wichtiger aber ist die psychologische Komponente: Eine intuitive Software reduziert mentale Belastung und Frustration, die bei umständlichen Workflows entsteht. Therapeut:innen berichten, dass eine gut designte Software nicht nur ihren Praxisalltag effizienter macht, sondern auch ihre Selbstfürsorge verbessert, durch die Zeit, die sie zurückgewinnen. Eine schlecht designte Software hingegen kann zu einem täglichen Ärgernis werden, das deine Konzentration auf das Wesentliche, deine therapeutische Arbeit, beeinträchtigt.
Tipp: Du solltest darauf achten, dass die Software schnell für dich funktioniert, einfach zu bedienen ist und dir wirklich eine Zeitersparnis liefert. Die meisten seriösen Anbieter bieten kostenlose Testphasen an - nutze diese nicht für einen oberflächlichen Eindruck, sondern um die Software im echten Praxisalltag zu testen. Führe deine täglichen Aufgaben aus. Frage dich nach jeder Aktion: Wie viele Klicks hat diese Aufgabe gekostet? Wie intuitiv war der Weg dorthin? Wie fühle ich mich dabei - entspannt oder frustriert? Ein gutes Praxissoftware-System sollte sich schnell „richtig anfühlen" - nicht erst nach Wochen der Einarbeitung. Deine tägliche Nutzererfahrung ist entscheidend für deine langfristige Zufriedenheit und Produktivität.
Kosten Praxissoftware Psychotherapie: Preise, Betriebsausgaben & versteckte Gebühren

Die monatlichen Kosten für Psychotherapie Praxissoftware in Österreich liegen typischerweise zwischen €25 und €100 pro Monat, mit einem realistischen Durchschnitt von €40-60 pro Monat. Dies variiert je nach Funktionsumfang, Anzahl der Klient:innen und ob zusätzliche Funktionen wie Videotelefonie enthalten sind. Vorsicht vor billiger Software: besonders günstige Lösungen im unteren Preissegment sind oft nicht wirklich für Psychotherapeut:innen optimiert, haben keinen guten Kunden Support oder können unseriös sein. Eine hochwertige, spezialisierten Lösung ist eine sicherere Investition, nicht nur wegen der häufig besseren Benutzerfreundlichkeit, sondern vor allem aus Sicherheits- und Compliance-Gründen.
Achte auf versteckte Kosten: Manche Anbieter verlangen zusätzliche Gebühren für Funktionen wie Online-Terminbuchung, Rechnungsversand, Datensicherung oder Support. Frage den Anbieter direkt, ob alle Kosten im Preis enthalten sind oder welche Zusatzgebühren anfallen.
Praxissoftware als Betriebsausgabe: Ein steuerlicher Vorteil. Hier kommt eine oft übersehene gute Nachricht: Psychotherapeut:innen können Praxissoftware-Kosten als Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Das bedeutet, die monatlichen Kosten reduzieren direkt dein zu versteuerndes Einkommen. Damit sparst du je nach Einkommen regelmäßig mehrere hundert Euro pro Jahr in Steuern ein. Für Selbstständige und Praxisgründer:innen ist dies ein erheblicher finanzieller Vorteil.
Ein Investment in professionelle Praxissoftware lohnt sich meistens, wenn deine Ziele Zeitersparnis, weniger Stress, mehr Ordnung und rechtliche Sicherheit sind. Die durch die Software eingesparte Zeit ist monetär wertvoll: Wenn die Software dir durchschnittlich 5-10 Stunden pro Monat bei Verwaltungsaufgaben spart, und du diese Zeit stattdessen mit Klient:innen verbringst oder mehr Zeit für dich hast, lohnt sich die Software schnell. Hinzu kommen die Fehlerreduktion bei Abrechnungen und die rechtliche Sicherheit durch DSGVO-konformität und sichere Datenspeicherung.
Tipp: Wenn du dich noch in Ausbildung unter Supervision befindest, haben einige Softwareanbieter oft spezielle Vergünstigungen für dich. Manche Anbieter bieten reduzierte Tarife während der Ausbildungszeit an. Es lohnt sich, direkt beim Anbieter nachzufragen.
Support & Kundenservice: Warum guter Support bei Praxissoftware wichtig ist

Der Support und Service ist einer der wichtigsten Bestandteile einer zuverlässigen Praxissoftware. Wenn dein System ausfällt, Daten nicht korrekt exportiert werden oder eine Funktion nicht funktioniert, brauchst du schnell und kompetent Hilfe. Ein schlechter Support kann zu unnötigen Wartezeiten, frustrierten Klient:innen und sogar zu Datenverlust führen. Deshalb sollte die Qualität des Kundenservices ein zentrales Kriterium bei der Auswahl deines Softwareanbieters sein.
Stelle dir bei der Evaluation folgende Fragen:
Wie schnell ist der Support? Antwortet der Anbieter innerhalb von Stunden oder dauert es Tage?
Wann ist der Support erreichbar? Gibt es nur Geschäftszeiten (Mo–Fr 9–17 Uhr) oder auch außerhalb - besonders wichtig für Notfälle am Wochenende oder am Abend?
Welche Kontaktkanäle gibt es? E-Mail, Telefon, Live-Chat, Ticketsystem?
Wer antwortet? Sind es geschulte Fachleute, die deine Praxissoftware kennen, oder allgemeine Support-Mitarbeiter?
Tipp: Rufe den Support an oder schreibe eine kurze, konkrete Frage, und achte darauf, wie schnell und in welcher Qualität du eine Antwort bekommst. Frage beispielsweise nach einem spezifischen Feature oder einem praktischen Problem. Diese erste Erfahrung ist häufig ein zuverlässiger Indikator für die zukünftige Unterstützung, die du während deiner Nutzung erhältst.
Wer steckt hinter der Software? Ein unterschätzter Risikofaktor

Anbieter für Praxissoftware in Österreich unterscheiden sich in ihrer Unternehmensstruktur. Bei einigen handelt es sich um etablierte Unternehmen mit rechtlichen Strukturen und mehreren Mitarbeiter:innen, bei anderen um eine selbstständige Person, die die Software als Projekt oder Vollzeitbeschäftigung allein betreibt. Das zweite Modell kann zwar funktionieren, ist aber mit signifikanten Risiken verbunden.
Die Probleme von Einzelunternehmen/Selbstständigen: Ein Einzelunternehmer, der eine Praxissoftware allein betreibt, bringt mehrere Nachteile mit sich. Der Support ist oft deutlich langsamer, da nur eine Person die Software betreut und zeitgleich auch die Weiterentwicklung übernimmt. Noch kritischer ist die existenzielle Unsicherheit: Sollte die Person aus Krankheitsgründen oder anderen Gründen die Software nicht mehr betreiben können oder wollen, könnte die gesamte Anwendung eingestellt werden. Im schlimmsten Fall könntest du den Zugriff auf deine Praxisdaten verlieren. Auch Updates und Sicherheitspatches können ausfallen, wenn die Betreuung wegfällt.
Im Gegensatz dazu bieten eingetragene Unternehmen strukturelle und rechtliche Sicherheit. Diese Unternehmensformen haben meistens mehrere Mitarbeiter:innen, eine Unternehmensleitung, Datenschutzverantwortliche und etablierte Prozesse. Falls eine Person ausfällt, kann das Unternehmen weitermachen und die Software kontinuierlich betreiben. Zudem sind Kapitalgesellschaften rechtlich verpflichtet, bestimmte Standards einzuhalten, von Datensicherheit über Compliance bis zu Haftungsregeln. Nutze daher im besten Fall nur Praxissoftware von eingetragenen Unternehmen: Das reduziert das Risiko von Datenverlust, Supportausfällen und der Einstellung der Software stark, das gibt dir Rechtssicherheit, falls etwas schiefgeht.
Tipp: Das Impressum prüfen, die einfachste Methode, um zu überprüfen, ob hinter der Software ein professionelles Unternehmen steht, ist ein Blick ins Impressum der Website. Nur ein Name aufgeführt? Dann handelt es sich um eine Einzelperson. Name einer Kapitalgesellschaft aufgeführt? Dann ist es eingetragenes Unternehmen (GmbH, FlexCo, FlexKapG, KG, AG).
Vertragslaufzeiten und Datenrückgabe

Übliche Vertragslaufzeiten für Praxissoftware liegen zwischen 1 und 12 Monaten. Viele Anbieter bieten bei längeren Vertragslaufzeiten vergünstigte Konditionen an. Allerdings gilt: Je kürzer die Bindung, desto flexibler bist du. Viele Anbieter bieten auch eine kostenlose Testphase an, typischerweise 7 bis 14 Tage, in der du die Software unverbindlich ausprobieren kannst. Nutze diese Phase intensiv: Importiere deine Daten, teste die täglichen Workflows. So bekommst du ein realistisches Gefühl für die Software, bevor du dich bindest.
Ein häufig unterschätzter Punkt: Was passiert mit deinen Daten, wenn du die Software nicht mehr nutzen möchtest? Die meisten Anbieter bieten eine Export-Funktion, mit der du deine Daten herunterladen kannst, allerdings variiert hier die Hilfsbereitschaft und der technische Aufwand erheblich. Bei manchen Anbietern ist der Datenexport ein einfacher Button-Klick und die Daten kommen als CSV/Excel oder PDF, bei anderen ist es kompliziert, langsam oder erfordert technische Hilfe.
Versichere dich davor, dass es sehr einfach und unbürokratisch ist, deine Daten aus der Software zu exportieren. Frage bei der Evaluationsphase konkret nach wie der Export funktioniert. Ein Anbieter, der hier transparent und großzügig ist, signalisiert dir: Wir vertrauen unserer Software so sehr, dass wir dir jederzeit ermöglichen, deine Daten mitzunehmen.
Tipp: Achte bei der Vertragsauswahl darauf, wie lange die Vertragsbindung ist, und frage den Anbieter direkt an, ob du deine Daten einfach und vollständig exportieren kannst. Ein guter Anbieter wird dir hier schnell Sicherheit geben.
Fazit: Die richtige Praxissoftware für Psychotherapie auswählen
Die Wahl der richtigen Praxissoftware als Psychotherapeut:in ist letztendlich eine individuelle Entscheidung, die ganz auf deine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt sein sollte. Die in diesem Leitfaden besprochenen Kriterien sind alle wichtig. Doch nicht alle haben das gleiche Gewicht für deine Situation.
Tipp: Um die Entscheidung zu erleichtern, hilft es, sich anzusehen, was Kolleg:innen sagen, die die jeweilige Software bereits verwenden. Hilfreich sind auch Google-Rezensionen des Anbieters sowie Gespräche mit Kolleg:innen.
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir in unserem Vergleich alle Anbieter von Praxissoftware für Psychotherapeut:innen in Österreich gegenübergestellt. Hier geht es zum Artikel.
Welche Psychotherapie Software am besten zu dir passt, ist letztlich eine sehr individuelle Entscheidung, abhängig davon, wie du arbeitest, welche Funktionen du brauchst und wie viel Wert du auf Datenschutz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit legst. Was alle Psychotherapeut:innen gemeinsam haben: Die Wahl der richtigen Software ist keine Kleinigkeit. Sie begleitet dich und deine Praxis über viele Jahre, enthält deine gesamten Klient:innendaten und prägt deinen Praxisalltag jeden Tag.
Wir haben uns jede Software auf dem Markt genau angeschaut. Und eines ist uns dabei aufgefallen: Die meisten wurden nicht für Psychotherapeut:innen gebaut. Sie sind kompliziert, langsam und zeitraubend, oder richten sich an Physiotherapeut:innen, Ärzt:innen und andere Gesundheitsberufe. Manche werden von Einzelpersonen nebenbei betreut, ohne klare Zukunft oder haben keinen ausreichenden Datenschutz. Das eigentliche Problem, die Praxisverwaltung einfach und schnell zu machen, lösen sie nicht.
Es ist 2026. Du solltest nicht Stunden damit verbringen, eine Rechnung zu erstellen, einen Antrag auszufüllen oder eine Sitzung zu dokumentieren. Du solltest deine Verwaltung in wenigen Klicks machen können.
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